Gebühren

 

 

 

Ein Besuch beim Anwalt ist teuer, so lautet ein altes Vorurteil. Das muß nicht unbedingt richtig sein.

Zunächst ist es grundsätzlich so, dass sich die Kosten der anwaltlichen Tätigkeit im Zivilrecht nach

dem Streit- oder Gegenstandswert der Angelegenheit bemessen, um die der Streit geht.

 

Entsprechend einer Tabelle, welche als Anlage 2 dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz beigefügt ist

(https://www.gesetze-im-internet.de/rvg/anlage_2.html),

lässt sich so ermitteln, welche Kosten bei welchem Wert anfallen werden. Darüber hinaus kann jedoch

in außergerichtlichen Angelegenheiten eine Vergütung vereinbart werden, welche auch geringer sein

kann als die gesetzliche Vergütung (§ 4 RVG). Allerdings muß auch eine solche Vergütung in einem

angemessenen Verhältnis zu dem Arbeitsaufwand stehen, den die Mandatsbearbeitung erfordert.

Für Personen, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, gibt es außerdem die Möglichkeit

für eine Beratung oder außergerichtliche Vertretung beim Anwalt Beratungshilfe, für eine Vertretung

im Prozess Prozesskostenhilfe zu erhalten. Eine kostenfreie Anfrage kann zunächst klären, welche

Kosten in Ihrem konkreten Fall entstehen und wie diese aufgebracht werden können.